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Wie ein Passepartout die Bildwirkung verändert

Vergleichen Sie Passepartoutbreiten und ihre Wirkung auf dasselbe Bild.

Die abgeschrägte Ecke eines hellen Passepartouts

Legen Sie einen Druck auf einen hellen Tisch und decken Sie einen Teil des Papierrands mit vier Kartonstreifen ab. Schieben Sie einen Streifen einen Zentimeter nach innen. Das Motiv bleibt gleich, aber der sichtbare Ausschnitt und der Abstand zur Tischfläche verändern sich. Dieser kleine Versuch hilft Ihnen später bei der Rahmenwahl, drei Größen auseinanderzuhalten. Gemeint sind das Papierformat, das sichtbare Fenster und das vollständige Außenmaß des Rahmens.

Mit dem sichtbaren Fenster beginnen

Unser Beispiel ist ein Blatt von 30 × 40 cm mit einer Zeichnung nahe der Mitte und einer Signatur am unteren Rand. Wir wählen ein Fenster von 28 × 38 cm. Wenn es mittig auf dem Blatt sitzt, verdeckt der Karton an jeder Seite 1 cm Papier. Legen Sie eine lose Probe über die Signatur, bevor Sie sich entscheiden. Eine Unterschrift, die den Fensterrand fast berührt, kann genauso viel Aufmerksamkeit beanspruchen wie die Zeichnung selbst.

Zeichnen Sie das Fenster auf ein Probeblatt und schneiden oder falten Sie die Öffnung aus. Notieren Sie die Maße außerhalb des Fensters. Jetzt können Sie dieselbe Öffnung für drei Einrahmungen verwenden und wissen, dass der sichtbare Motivausschnitt gleich bleibt. Wenn eine Ecke der Zeichnung sichtbar bleiben soll, können Sie das Fenster etwas auf dem Blatt verschieben. Prüfen Sie danach alle vier Kanten, damit der Papierrand weiterhin hinter dem Karton liegt.

Ein schmaler Rand um die Zeichnung

In der ersten Papierprobe lassen wir rund um das Fenster 2 cm Karton sichtbar. Daraus entsteht eine sichtbare Kartonfläche mit einem Außenmaß von 32 × 42 cm. Um diese Fläche zeichnen wir ein sichtbares RahmenProfil von 1,5 cm. Der vollständige gezeichnete Umriss misst dann 35 × 45 cm. Diese Zahlen beschreiben ein Modell der Vorderseite. Bei einem echten Rahmen messen Sie Profil und vollständiges Außenmaß am fertigen Gegenstand.

Halten Sie die Probe an eine Wand, an der bereits eine kleine Zeichnung hängt. Bei der schmalen Ausführung trifft der Blick schnell auf das dunklere Profil. Eine dunkle Linie im Motiv kann dadurch eine deutliche Beziehung zur Rahmenkante bekommen. Wenn die beiden Zeichnungen sehr unterschiedliche Papierformate haben, kann ein gleich breiter sichtbarer Kartonrand sie verbinden, während ihre Außenmaße verschieden bleiben.

Ein breiter Rand mit demselben Profil

Lassen Sie das Fenster bei 28 × 38 cm und vergrößern Sie den sichtbaren Kartonrand an allen Seiten auf 5 cm. Die Kartonfläche misst nun 38 × 48 cm. Mit demselben Profil wird der Umriss 41 × 51 cm groß. Die Gruppe an der Wand braucht für dieses eine Bild also 6 cm mehr Breite und Höhe. Diesen Unterschied können Sie mit dem Maßband feststellen, bevor Sie entscheiden, welche Ausführung Ihnen besser gefällt.

Betrachten Sie das Motiv aus Ihrer üblichen Sitzentfernung. Die breite helle Fläche kann ein kleines dunkles Detail in der Zeichnung deutlicher hervortreten lassen. An einer hellen Wand kann der äußere Bereich des Kartons zugleich ruhig in die Wandfarbe übergehen. Legen Sie versuchsweise graues Papier hinter die Probe. Notieren Sie bei Ihrer Skizze die Hintergrundfarbe, die Sie beim nächsten Versuch wiederverwenden möchten.

Ein anderes Profil um denselben Karton

Für die dritte Probe behalten wir den breiten Kartonrand bei und wechseln zu einem sichtbaren Profil von 3 cm. Das Außenmaß wird 44 × 54 cm. Helle Fläche und Motivausschnitt bleiben gleich, doch die dunkle Kante nimmt mehr Raum im Blickfeld ein. Halten Sie nacheinander einen hellen und einen dunklen Kartonstreifen an dieselbe Seite. Beurteilen Sie die Farbe getrennt von den 3 cm, die das Profil tatsächlich beansprucht.

Wenn Sie unter dem Motiv mehr Raum als darüber wünschen, können Sie innerhalb desselben Außenmaßes eine weitere Variantee testen. Schieben Sie das Fenster in der breiten Probe 1 cm nach oben. Oben bleiben dann 4 cm Karton sichtbar, unten 6 cm. Die Position des Rahmens im Wandplan kann gleich bleiben, während sich das Motiv darin verschiebt. Zeichnen Sie deshalb nur dann einen neuen äußeren Umriss, wenn sich das Rahmenformat tatsächlich ändert.

Die Außenmaße in einer ganzen Reihe testen

Stellen Sie sich drei Rahmen der ersten Ausführung vor, jeweils mit 7 cm Abstand. Zusammen benötigen sie 119 cm. Ersetzen Sie nur den mittleren Rahmen durch die dritte Probe, wird die Gruppe 128 cm breit. Soll die Mittelachse an der Wand stehen bleiben, verschieben sich die beiden Außenkanten jeweils um 4,5 cm nach außen. Auf einem schmalen Wandstück neben einem Schrank kann dieser Unterschied entscheidend sein.

Schreiben Sie Fenstermaß, Randbreite, Profil und Außenmaß auf die Rückseite jeder Papierprobe. Halten Sie Ihre bevorzugte Ausführung an die Wand und messen Sie den Platz erneut. Sobald Sie den fertigen Rahmen ausgewählt oder erhalten haben, gehören seine gemessenen Außenmaße in den Rahmenbestand. In der Werkstatt können Sie prüfen, wohin die übrigen Rahmen müssen, wenn die Abstände zwischen den Profilen gleich bleiben sollen.

Wenn die Rahmen bereits zu Hause liegen, messen Sie auch die sichtbare Öffnung von vorn. RahmenProfile können Teile des Kartons verdecken. Zwei Kartons mit identischen Außenmaßen können deshalb in zwei verschiedenen Rahmen unterschiedlich breite sichtbare Ränder zeigen. Notieren Sie bei jeder Probe, welcher Rahmen verwendet wurde. So lassen sich die Zahlen später zuverlässig zuordnen.

Außenmaße der Einrahmung in der Werkstatt testen