
Auf dem Boden liegen ein großer Holzrahmen, ein Foto in einem kleinen Metallrahmen, ein breiter Druck und zwei Zeichnungen mit unterschiedlichen Maßen. Damit lässt sich gut beginnen. Die Unterschiede helfen Ihnen zu entscheiden, welches Bild am meisten Raum bekommen soll. Suchen Sie zuerst eine Beziehung zwischen zwei Bildern, die Sie beibehalten möchten. Bauen Sie anschließend die übrige Gruppe um dieses Paar auf.
Dem großen Rahmen einen festen Platz geben
Im Beispiel misst A 60 × 80 cm. Seine linke Kante liegt bei 50 cm, seine Unterkante bei 100 cm. Die rechte Kante liegt somit bei 110 cm und die Oberkante bei 180 cm. Die vier kleineren Rahmen sind B mit 30 × 35 cm, C mit 35 × 35 cm, D mit 25 × 30 cm und E mit 40 × 30 cm. Schreiben Sie Maße und Buchstaben auf fünf Papierstücke und markieren Sie jeweils die Oberkante.
Treten Sie zurück und betrachten Sie zunächst nur A. Ist das Motiv unten dunkel? Gibt es eine deutliche Blickrichtung oder eine seitlich verlaufende Diagonale? Drehen Sie das Blatt mit der gesamten Wandzeichnung, um die Wirkung zu untersuchen, ohne den echten Rahmen zu bewegen. Eine Richtung im Motiv kann dafür sprechen, die kleineren Bilder rechts oder links anzuordnen. Notieren Sie, welche Möglichkeit Sie zuerst ausprobieren möchten.
Eine kleine Gruppe innerhalb der großen bilden
Wir ordnen die vier kleineren Rahmen rechts von A in zwei waagerechten Paaren an. Die linke Kante von B liegt zunächst bei 118 cm, die von C bei 156 cm. Beide haben ihre Oberkante bei 180 cm. Zwischen B und C bleiben 8 cm. Ihre Unterkanten liegen bei 145 cm. Setzen Sie D und E mit ihren Oberkanten auf 137 cm. Damit entsteht zwischen den beiden Reihen ein genau 8 cm hoher Abstand.
Platzieren Sie die linke Kante von D bei 118 cm. Wenn E ebenfalls 8 cm Abstand zum Nachbarrahmen haben soll, beginnt E bei 151 cm. Seine rechte Kante liegt bei 191 cm und stimmt damit genau mit C überein. Beide Reihen sind 73 cm breit, obwohl keiner der vier Rahmen dieselbe Kombination aus Breite und Höhe besitzt. Die Gesamtgruppe reicht von 50 bis 191 cm und ist damit 141 cm breit.
Die unterbrochenen Linien untersuchen
Die beiden kleinen Reihen haben gemeinsame Außenkanten, aber ihre senkrechten Zwischenräume sind gegeneinander versetzt. Der obere Zwischenraum beginnt bei 148 cm, der untere bei 143 cm. Halten Sie ein Lineal senkrecht durch den oberen Zwischenraum. Wirkt der Versatz zufällig oder lassen sich die vier kleinen Bilder dadurch leichter einzeln betrachten? Legen Sie das Lineal danach weg und sehen Sie dieselbe Stelle von der anderen Raumseite aus an.
Wenn Sie stattdessen die innere Linie durchlaufen lassen möchten, können Sie E auf 156 cm verschieben. E beginnt dann direkt unter C. Der Abstand von D zu E wächst auf 13 cm, und die rechte Kante von E steht 5 cm über C hinaus. Sie erhalten eine gemeinsame innere Kante und verändern dafür die rechte Außenkante. Beide Möglichkeiten lassen sich in der Zeichnung genau erkennen und mit Papier an der Wand überprüfen.
Die freien Flächen bewusst verteilen
Im ersten Versuch sind die vier kleinen Bilder zusammen 73 cm hoch. Bei einer gemeinsamen Oberkante von 180 cm endet die Gruppe bei 107 cm. A reicht 7 cm weiter nach unten. Wenn Sie die Gruppe um eine waagerechte Mitte sammeln möchten, senken Sie die gesamte rechte Seite um 3,5 cm. A überragt die kleine Gruppe dann oben und unten um denselben Betrag.
Probieren Sie auch, die rechte Seite um die vollen 7 cm zu senken. Dann stimmen die Unterkanten überein und die freie Fläche wandert nach oben. Über einem langen, niedrigen Möbel kann das eine deutlich sichtbare Veränderung sein. Die Möbelkante gibt dem Auge eine weitere waagerechte Vergleichslinie. In einer freien Ecke ohne Möbel kann dagegen eine andere Begrenzung auffallen, etwa die Kante einer Tür.
Papierschablonen verschieben und Maße festhalten
Fotografieren Sie die Probeaufstellung, wenn Ihnen das beim Erinnern hilft. Alternativ können Sie zwischen zwei Skizzen einen kleinen Pfeil zeichnen. Schreiben Sie genau auf, welche Gruppe sich um welchen Betrag verschoben hat. Legen Sie ein Blatt mit den Buchstaben neben die echten Rahmen. So können Sie den Versuch leicht wiederholen, wenn jemand zu Hause die Möglichkeiten am nächsten Tag sehen möchte.
Tragen Sie die fünf Rahmen in die Werkstatt ein und richten Sie Variantee A an den gemeinsamen Außenkanten aus. Verwenden Sie Variantee B für die versetzte Position von E. Prüfen Sie bei beiden Varianteen die Gesamtbreite gegenüber der tatsächlich freien Wandfläche. Entscheiden Sie über die zusätzlichen 5 cm, bevor Sie eine Lösung auswählen. Wenn nur 141 cm freie Wand zur Verfügung stehen, braucht die breitere Variantee eine andere Position oder andere Zwischenräume.
Decken Sie zum Schluss nur das Motiv von A mit einem kleinen Blatt ab. Wenn die vier kleinen Bilder plötzlich viel stärker hervortreten, wurde ein Teil der Balance durch den Kontrast des großen Motivs erzeugt. Nehmen Sie das Blatt wieder weg, bevor Sie die Abstände festlegen. Ihre endgültige Beurteilung sollte auf den Bildern beruhen, die dort tatsächlich hängen werden.